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Am Dialektlexikon 2 wird gearbeitet

Es haben sich schon so viele neue - alte Wörter angesammelt, die fast ein ganzes Buch ausfüllen. Daher wird es einen 2. Band zum "Weinviertler Dialektlexikon" geben. Wenn Sie noch zusätzliche Dialektbegriffe für mich haben, schicken Sie mir diese zu. Sie können auf dieser Website unter "Weinviertler Begriffe" (rechts oben) ganz einfach Wörter eintragen. Und bitte schreiben Sie mir dazu, wo sie die gehört haben... Danke!!!

Neue Geschichten ...

... schreibe ich derzeit auch. Und ein - was sage ich - zwei Romane liegen halb (oder nur viertel?) fertig in der Schublade. Wird das vielleicht mein Alterswerk? Wie motiviert man sich für einen Roman? Wo nimmt man die Zeit dafür her? Da gibt es Oscar, der eines Morgens beschließt, nicht mehr aus dem Bett zu gehen, um den Rest seines Lebens darin zu verbringen. Eine skurille Geschichte. Ein anderes Romanfragment ist eine Auswanderer-Geschichte, dann hab ich 20 Seiten für einen Thriller, und dann ......

... aber das ist eine andere Geschichte ;-)

 

Auftritte/Lesungen...

Reden tuit guit

Michael Staribacher liest am 8. März 2012 um 14 Uhr in der Bibliothek Mistelbach  Geschichten aus seinem Buch "Der Gefühlsempfänger" und bringt einen Weinviertlerisch-Blitz-Kurs. Umrahmt wird die Lesung von musikalischen Köstlichkeiten der Musikschule Mistelbach.

Weinviertlerisch...

Neueste Rubrik "Reden tuit guit"

Bald wird es im Weinviertel wieder laut. Der  „FOSCHING“ (= Fasching) strebt dem Höhepunkt zu und die Menschen gehen zu einem „BÄU“ (= Ball, Tanzveranstaltung). Wobei man in  manchen Orten „aufs Bäu“,  in anderen aber „auf’n Bäu“ geht.

 Wenn man sich dann dort mit WeinviertlerInnen unterhält,  findet man  sicher auch Gelegenheit, über Dialektbegriffe nach zu denken. Mir sind in letzter Zeit wieder einige „neue alte“ Wörter in die Hände gefallen die ich gerne mit Ihnen teilen möchte:

 einen „SCHTOPPA“ (= Stopper, einfacher Tanzschritt) tanzen die meisten WeinviertlerInnen, der passt zu fast jedem Lied. Außer zu einem „WOIZA“ (= Walzer), da muss der klassische Tanzschritt eingeübt werden, damit man nicht „FOIT“ (= fällt). Im Schrank wird „UMADUM-KRAUMÒT“ (= herumgekramt, gesucht), damit man die Manschettenknöpfe, „BINDLN“ (= Krawatten) und die richtigen „BÄU-SCHUCHARL“ (= zarte Ballschuhe der Damen) wieder findet. Da kann man keine „SCHLOAKA“ (= Schlapfen, Hausschuhe) brauchen. Solche haben einst die ukrainischen Kriegsgefangenen aus „WOAZ-ZAUSSAD“ (= Maisblätter) geflochten. Wohl aus Ermangelung anderer Materialien, denn diese „PODSCHN“ (= Pantoffeln) hielten nicht lange.

 Jetzt im Winter (falls es Schnee gibt) sieht man kaum „HIEWÖHN“ (= Hügel) die der „SCHEA“ (= Maulwurf) gegraben hat. In Erdberg sagt man „SCHEABLA“ zu diesen nützlichen Tierchen. „WULSCHGER“ heißt man sie übrigens in Oberkärnten – nur so viel zu den unterschiedlichen (höchst interessanten) Dialektausdrücken anderswo...

 Wer nämlich aufmerksam zuhört, findet laufend Wort-Schätze in seinem Umfeld. Sie weiter zu geben, sollte unsere Aufgabe sein. Genießen Sie inzwischen das winterliche Weinviertel.  Am besten, Sie gehen nach einer langen Ballnacht in die frische Luft,  damit Sie nicht wie ein „KAS-WAWÖ“ (= Person mit Käselaib-bleichem Antlitz) aussehen...

Iatzt schteht die Müh...

... "jetzt steht die Mühle" sagt man, wenn man sich satt gegessen hat. Das Kauwerk (die Mühle?) mahlt nicht mehr, daher steht sie auch.

Lampagei - was ist das?

Angeblich ist das ein Türvorhang, damit es im Winter drinnen auch so richtig warm bleibt.... sagt man jedenfalls in Laa dazu!